Mit Mythen über PET-Kunststoff aufräumen
Es herrscht die weit verbreitete Meinung, dass alle Kunststoffe schlecht sind
Kunststoffe stehen ständig in der Kritik, weil sie giftig, schwer zu recyceln und umweltschädlich seien. Viele dieser Vorurteile entsprechen jedoch schlichtweg nicht der Wahrheit.
Lernen Sie PET kennen. PET ist ein einzigartiger, vielseitiger und kreislauffähiger Kunststoff, der unsere Lebensmittel und Getränke vor dem Verderben schützt und strenge gesetzliche Hygieneanforderungen für Verpackungen erfüllt. Hier erfahren Sie die Wahrheit über PET.
Mythos 1: Der größte Teil des Verpackungsabfalls besteht aus Kunststoff
Fakt:
Kunststoff macht weniger als ein Fünftel des gesamten Verpackungsabfalls aus (Europäische Kommission, 2025). Ein größerer Anteil des gesamten Verpackungsabfalls entfällt auf Papier und Karton.
Mythos 2: PET-Kunststoff ist nicht umweltfreundlich.
Fakt:
PET hat einen geringen CO₂-Fußabdruck. Es mag Sie überraschen, dass Glas und Aluminium CO₂-intensivere Verpackungsmaterialien sind als PET (Trayak, 2021).
Zum Schmelzen von Glas (1.500–1.700 °C) und Aluminium (660 °C) sind hohe Temperaturen erforderlich. PET-Kunststoff schmilzt bei etwa 260 °C und ist damit eine weniger energieintensive Option. Zudem wiegen 500-ml-PET-Wasserflaschen durchschnittlich 8,3 g, während 500-ml-Glasflaschen durchschnittlich 300,5 g wiegen – ein erheblicher Unterschied, der die Transportemissionen senkt (Trayak, 2021).
PET ist ein wertvoller Werkstoff und sollte niemals in der Natur „entsorgt“ werden. Es ist eines der am einfachsten zu recycelnden Verpackungsmaterialien und der weltweit am häufigsten recycelte Kunststoff.
Beispiel: 1 l Mineralwasser in Österreich
Mythos 3: PET-Hersteller unternehmen nichts, um den Kunststoffverbrauch zu senken
Fakt:
Die PET-Industrie arbeitet intensiv daran, den Verbrauch von neuem PET-Kunststoff zu reduzieren. Dank Innovationen in Design und Technologie sind Kunststoffverpackungen heute im Durchschnitt 25 % leichter als 1991. Dies hat in Westeuropa zu einer jährlichen Einsparung von fast 6,2 Millionen Tonnen Kunststoff geführt.
Schätzungen zufolge stieg zudem die Menge an recyceltem PET (rPET), die für die Flaschenproduktion verwendet wird, zwischen 2020 und 2022 um 50 %, wobei einige Hersteller bereits Flaschen auf den Markt bringen, die zu 100 % aus rPET bestehen (ICIS, 2024).
Mythos 4: PET-Kunststoffverpackungen landen auf Deponien
Fakt:
PET-Kunststoff ist für das Recycling konzipiert und wird in der Praxis europaweit in großem Umfang recycelt. Die Sortierquote von PET-Flaschen für das Recycling ist von 64 % im Jahr 2020 auf 75 % im Jahr 2022 gestiegen (ICIS, 2024). In einigen Ländern wie Deutschland werden bereits über 90 % der PET-Flaschen für das Recycling sortiert, und PET-Flaschen können auch zur Wiederverwendung zurückgegeben werden (ICIS, 2024).
Verwertung von Kunststoffabfällen in Europa
(EU + Norwegen und Schweiz)
Quelle: Plastics – The Facts 2019
Mythos 5: Kunststoffverpackungen sind gesundheitsschädlich
Fakt:
Schädliche Weichmacher wie Bisphenol A (BPA) werden in PET-Kunststoffen nicht verwendet, was sie zu einer sicheren Wahl macht.
PET ist von globalen und nationalen Gesundheitsbehörden weltweit für den Einsatz in Getränke-, Lebensmittel- und medizinischen Anwendungen zugelassen.
Darüber hinaus können PET-Flaschen die Gesundheit von Menschen in Regionen verbessern, in denen kein Zugang zu sauberem Trinkwasser besteht, da verunreinigtes Wasser in transparenten PET-Flaschen mithilfe von UV-Strahlen gereinigt werden kann.
PET: Eine sichere, praktische und energieeffiziente Verpackungsoption
Wir alle tragen die Verantwortung, die natürlichen Ressourcen der Erde zu schonen und die Umwelt durch unser Handeln zu schützen. Achten Sie also beim nächsten Einkauf auf recycelbaren PET-Kunststoff – er ist leicht an der Nummer 1 auf dem Boden der Verpackung zu erkennen.
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